blog: Faserige Wahl

Ich hatte jetzt zwei Wochen Zeit, um über Sascha Lobos "Sie sind der Souverän" nachzudenken. Er empfiehlt die Wahl danach, welche Partei den Glasfaserausbau für Haushalte voran treiben will.

Auch nach der langen Bedenkzeit lässt mich das Thema unglaublich kalt, obwohl ich zur Zielgruppe des Artikels gehöre. Mir will kein sinnvoller Einsatzzweck für Privathaushalte einfallen. Ich würde die resultierende Geschwindigkeit so nutzen, dass ich zum einen daheim hoste und zum anderen einen zentralen Arbeitsserver betreibe, auf den ich mit Thin Clients zugreifen kann. Ersteres würde mir größere Kontrolle über meinen Webserver geben, letzteres würde mir den Wartungsbetrieb von Kleingeräten ersparen (der mir mit fortschreitendem Alter immer stärkeren Ekel bereitet...). Beide Themen sind recht speziell, nicht von großer Wichtigkeit und für den Ottonormalbürger - so glaube ich - nicht von Interesse.

Für Firmen ist der Gewinn offensichtlich, aber ich frage mich, was sich für den Privatanwender ändern würde. Der Sprung von 56k auf 768k hat Musik in Echtzeit und Video mit verschmerzbarer Verzögerung erlaubt. Die Weiterentwicklung auf 16M brachte dann Video in Echtzeit. Und der Sprung auf Glasfaser würde genau was bedeuten? Da ich danach wählen soll, müsste es doch einen dringlichen Grund geben? Medial bin ich bereits (über...)versorgt, was also bleibt?

Vielleicht kann mir ja ein Leser die Fragen beantworten...

Posted in politics
2017-09-20 17:08